10. Lite­ra­tur­preis Nord­ost 2016

Mot­to: Grä­ber im Gar­ten - Gen­re: Jugend­ro­man / -kurzgeschichte

Glo­cken läu­ten, Gesang setzt ein. Kin­der joh­len und der Wind pfeift. Aus dem Dun­kel der Kir­che tritt der schwar­ze Mann. Vögel stie­ben aus dem Turm gen Him­mel. Dunk­len Wol­ken kün­den vom Sturm und Stock­ro­sen recken sich nach den letz­ten Sonnenstrahlen.

Wir dan­ken allen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern, die die­ses Jahr die Untie­fen der Jugend für uns aus­ge­lo­tet haben. Wir freu­en uns, die dies­jäh­ri­gen Preisträger_innen mit ihren Bei­trä­gen prä­sen­tie­ren zu dürfen.

»Was, wenn sich der Spar­gel-auf-zwei-Bei­nen, die selbst­er­nann­te Zyni­ke­rin Maryam Land­mann, in Sexy-Han­nes, den cools­ten Typen der Klas­se ver­liebt? Das kann nur mör­de­ri­sche Gedan­ken zur Fol­ge haben! Zumal, wenn man nicht das Aus­se­hen der Tit­ten­kö­ni­gin Tama­ra hat.«

Sabi­ne Bartsch wur­de 1959 in Olden­burg gebo­ren. Nach Aus­bil­dung und Stu­di­um arbei­te­te sie als Thea­ter­päd­ago­gin, Kul­tur­ma­na­ge­rin und Fes­ti­val­or­ga­ni­sa­to­rin. Heu­te ist sie Geschäfts­füh­re­rin eines Kul­tur­zen­trums in Baden-Würt­tem­berg und wid­met ihre freie Zeit dem Schrei­ben. Ihr Jugend­buch­de­büt Teen Spi­rit 2011 für den Gol­de­nen Pick nominiert.

www.sabine-bartsch.de

»Ver­kehr­te Welt! Wenn die Leben­den die Toten nicht los­las­sen, wer­den die Geis­ter schon ein­mal hand­greif­lich. Denn Lie­be bringt kei­ne Hoff­nung, kei­ne Erlö­sung. Statt­des­sen ist sie Hin­der­nis auf dem Weg zur tat­säch­li­chen Freiheit.«

Dorit David wur­de 1968 in Schwedt / Oder gebo­ren, unweit eines Armee­ge­fäng­nis­ses und mit dem Blick über die Pol­der­wie­sen nahe der Oder. Zwi­schen die­sen bei­den Polen und dicht am eigent­li­chen Polen begann sie zu zeich­nen und zu schrei­ben. Ent­lang der Erd­öl­lei­tung Freund­schaft taten das vie­le Kin­der. Seit über zwan­zig Jah­ren lebt Dorit David als frei­schaf­fen­de Künst­le­rin mit ihrer Fami­lie in Hannover.

www.dorit-david.de

»Kyra hält sie für absto­ßend, für die Mut­ter ist sie ein süßer Ruschel-Pups, in rosa geklei­det, ansons­ten wird sie von ihr igno­riert. Als unan­sehn­li­che Toch­ter eines Models hat man es nicht leicht. Daher Vor­hang auf für ihren Kampf gegen das eiser­ne Regime der Häss­lich­keit. Doch Ret­tung naht in Form eines Kuckucks-Strauchteufel-Eies.«

Wal­traud Bon­d­iek wuchs in Braun­schweig auf und lebt seit 1991 in Rade­beul. Ihre Pro­sa-Tex­te wur­den in Lite­ra­tur­zeit­schif­ten, Antho­lo­gien sowie einem Hör­buch ver­öf­fent­licht und mit Prei­sen aus­ge­zeich­net, u. a. mit dem Würth-Lite­ra­tur­preis (2014) und dem Publi­kums­preis des Men­an­tes-Wett­be­werbs für ero­ti­sche Dich­tung (2012).