17. Literaturpreis Nordost 2024

Motto: In Finsternis … / Genre: Utopie

Preisträger*innen

Wir danken von ganzem Herzen für für die knapp zweihundert Einsendungen und freuen uns, die wohlverdienten Preisträger*innen präsentieren zu dürfen.

Wo doch die Wissenschaft sich breit macht, wandeln wir durch die Gärten des Todes: Wir stolpern über zaunbewehrte Friedhöfe, mit Hundestaupe infizierte Leichname und andere lästige Erkrankungen, die uns tödlich nahekommen. Welch irrsinniger Ritt und unglaubliches Kontrastmittel, Gesundheit und Leben als utopisches Moment im Vergehen.

Der Autor ist einer der Gründer des Russisch-Jüdischen Kongresses und sein erster leitender Direktor. 2003 zog Boris Uscherenko auf Einladung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) der Stadt Nürnberg aus Moskau in die BRD um und ist nun seit 21 Jahren als Kantor der IKG Nürnberg tätig. Seine Texte wurden in Russland, England, Deutschland, Israel und den USA veröffentlicht. Er ist Blogger des israelischen Fernsehsenders 9 Kanal und wurde 2007 beim Literaturwettbewerb Puschkin in Britannien ausgezeichnet.

Das Ende rüttelt an der Tür, einem Erdbeben gleich. Alles Äußere bricht zusammen, doch Treppenaufgang und Wohnungswände widerstehen dem Inferno. Und so hebt die Hoffnung bis zuletzt den Kopf, auch wenn es der Kopf eines Vierbeiners ist. Fantasie und Poesie als Schwert gegen die Finsternis des Untergangs.

 

Autorin, Kulturjournalistin und Dozentin für freies Schreiben. Seit 2015 erscheinen ihre Kriminalromane und ein Liebesroman im Emons Verlag in Köln. Weitere Romane liegen bei einer Agentur. Sie schreibt über Kultur für die Augsburger Allgemeine und die Rheinische Post. 2022 gewann sie den Moerser Literaturpreis und beim Große-Lovestory-Preis der Tatwort Medienagentur. Sie war 2. Preisträgerin beim Föhrer Lyrikpreis und beim Literaturfestival Weinheim 2023. Die Autorin ist Mitglied im Syndikat. Sie lebt mit ihrer Familie am Niederrhein.

Sagte jemand Nebel? Vielleicht war es doch der Nebel. Oder einfach nur Nebel. Die Antwort liegt vermutlich … im Nebel.

Geboren 1981 als jüngstes von sechs Kindern im ländlichen Süden Österreichs. Lebt mit seiner Frau und seinen beiden wunderbaren Kindern in Graz. Studierte Geschichte und arbeitet nun im technischen Außendienst.

Die Jury sagt:

Ganz ohne Zugaben …

… können wir auch in diesem Jahr nicht sein, schaut einfach mal rein!

 

Sandra Freygarten: Warmes Tiefschwarz

Kann es ein schwärzeres Schwarz geben als das Schwarz in einem geschlossenen Fach? Einem Paketfach? Einem DHL-Paketfach? Der geschmeidige Körper passt sich perfekt an die stählernen Flächen nach außen an, alles dringt gedämpft ins Innere. Der menschliche Leib als Mangelwesen, das Blanke und Glatte hingegen als Utopie. Puh, da kommt nicht nur Nia ins Schwitzen.

 

Natascha Bambach: Die Ballonfahrt

Zwei Dämonen auf Irrfahrt. Sie suchen die Finsternis und werden doch unwiderstehlich angezogen vom Licht. Ist es Verrat, diesem inneren Drang zu folgen, oder eher ein Neuanfang?

 

Margit Heumann: Brüderchen und Schwesterchen

Schwesterchen ließ den Subtext weiterlaufen, schrieb aber in vorauseilendem Gehorsam: „… werden eine Domain erwerben und das Layout ohne Auslassungszeichen, Gedankenstriche, Leerzeilen und keinesfalls im Flattersatz anlegen.“ Viele Tage und Wochen schrieb Schwesterchen an ihren Visionen zur Welt von übermorgen. Der Text war bereits viel zu lang für den Literaturwettbewerb […]